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Guter Schlaf und tiefe Atmung halten nicht nur den Körper jung und vital, sondern bewirken auch eine Säuberung Deines Gehirns – genau das richtige zum Frühjahr.

Den Frühjahrsputz in unseren eigenen vier Wänden können wir durchaus auch auf unser Gehirn ausweiten, damit wir innen und außen erfrischt und hellwach der Frühjahrsmüdigkeit ein Schnippchen schlagen können😊.

Bevor ich aber zum `Gehirnputz´ zu sprechen komme, möchte ich kurz auf die generelle Auswirkung von gutem Schlaf und tiefer Atmung auf unseren Körper eingehen.

 

`Restauriere´ Dich im Schlaf

Tiefer Schlaf

Guter Schlaf

Viele Regenerationsprozesse finden im Schlaf statt. Stresszustände werden abgebaut, Alterungsprozesse verlangsamt und das Immunsystem wird gestärkt. Vor allem nachts schlägt es eine stille Abwehrschlacht gegen eingedrungene Erreger, verbrauchte und defekte Zellen, wie zum Beispiel Krebszellen.

Das Wachstumshormon HGH (Human Growth Hormone, auch als Somatropin bezeichnet) sorgt unter anderem dafür, dass sich Muskeln aufbauen und unsere Zellen regenerieren. Dieser biologische Jungbrunnen ist allerdings nur in den ersten Tiefschlafphasen aktiv, die vor allem in der ersten Nachthälfte stattfinden. Werden die inneren Rhythmen im Schlaf durcheinandergebracht, wie beispielsweise durch Stress oder Schichtarbeit, leidet der Regenerationsprozess.

Ein wesentlicher Restaurationsprozess des Körpers findet also im Schlaf statt. Dieser entscheidet erheblich mit, wie wir uns fühlen und wie wir altern: vital und gesund oder gebrechlich und krank.

 

Atme Dich sauber und froh

Atmen

Frei Atmen

Eine weitere Putzaktion des Körpers erfolgt durch unsere Atmung. Sie sorgt dafür, dass unsere Zellen mit Sauerstoff versorgt werden und dass Kohlendioxid als Abfallprodukt unserer Zellatmung wieder ausgeschieden werden kann.

In der Regel atmen wir unbewusst, wobei die meisten von uns das richtige Atmen verlernt haben. Gerade, wenn wir unter Stress stehen, neigen wir dazu, zu schnell und zu flach zu atmen. Das hat zur Folge, dass sich unsere Herzfrequenz erhöht, unsere Zellen nicht ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden und Kohlendioxid nur mangelhaft abtransportiert wird. Auf Dauer führt dies zu gesundheitlichen Schäden und psychischer Unausgeglichenheit.

Umgekehrt hält langsames und tiefes Atmen nicht nur unseren Körper sauber, sondern führt auch zur Beruhigung und Anhebung unserer Stimmung. Wie man in Untersuchungen mit einem Hirnscanner zeigen konnte, lässt diese Art der Atmung den Mandelkern – eine Struktur im Gehirn, die unter anderem an der Steuerung von Angst beteiligt ist – schrumpfen.

Aber was hat das jetzt alles mit Gehirnreinigung zu tun?

 

Spülung des Gehirns

Gehirnreinigung

Gehirnspülung

Ob Du es glaubst oder nicht: Auch Dein Gehirn enthält Abfall. Hiermit meine ich nicht den gedanklichen;), sondern den zellulären Abfall, wie metabolische Abbauprodukte und überschüssige Flüssigkeiten. Diese müssen abtransportiert werden. Das ist aber gar nicht so einfach. Denn im Gegensatz zum Rest des Körpers fehlt dem Gehirn das Lymphsystem, das den Körper entwässert und Abfallstoffe abtransportiert.

Aber zum Glück hat das Gehirn seine eigene `Kläranlage´ mit der Zerebrospinalflüssigkeit, die in den inneren Hohlräumen gebildet wird und das Hirngewebe durchspült. Laut Dr. Konrad Lehmann, Neurobiologe an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena, funktioniert die Hirnspülung nicht zu allen Zeiten gleich gut. Wenn wir beispielsweise wach sind, kommt die Flüssigkeit nur langsam voran. Im Schlaf hingegen weiten sich die Zellzwischenräume und die Diffusion wird erheblich beschleunigt.

Was die Zerebrospinalflüssigkeit auf ihrem Weg durch das Nervengewebe antreibt, ist die Atmung. Beim Einatmen sinkt der Druck im Brustkorb. Das führt zum Abfluss der Zerebrospinalflüssigkeit in die Venen, und damit auch zu einem neuen Zustrom aus den Arterien. Jeder Atemzug schickt einen Schwung Spülflüssigkeit durch das Gehirn und wäscht dieses sauber. Dabei wird dieser Prozess durch ruhige und tiefe Atmung gefördert, während flache und hektische Atmung eher kontraproduktiv wirken.

 

Doch wie atmet man richtig?

Richtige Atmung

Lunge

Richtige Atmung

Zum Glück sind wir in der Lage, unsere Atmung willentlich zu beeinflussen. Alleine die Beobachtung hat eine Beruhigung zur Folge. Durch bewusstes Atmen verlangsamen sich Puls und Herzschlagfrequenz. Diesen Effekt machen sich auch viele Entspannungsverfahren zunutze.

Hier eine ganz einfache Übung zur ruhigen und tiefen Atmung:

Atme so langsam und tief, wie es Dir möglich ist, durch die Nase in den Bauch ein. Bei der Einatmung durch die Nase wird der Atem angewärmt, angefeuchtet und von groben Schadstoffen gefiltert. Atme danach genauso langsam durch den Mund wieder aus. Bevor Du erneut einatmest, lege eine kurze Pause ein. So bringst Du Ruhe in Deinen Atemrhythmus.

Du kannst diesen Prozess unterstützen, indem Du Deine Hände auf den Bauch legst. Die Atmung verläuft ganz ohne Anstrengung und Anspannung.

Ein tiefer Atemzug sollte mindestens 3 bis 5 Sekunden dauern. Bei längerer Übung sind durchaus auch mehr möglich. Schon fünf Minuten am Tag mit dieser gezielten Tiefenatmung lassen Deine Ruhe und Dein Wohlbefinden ansteigen.

 

Hier weitere Übungen zur Ergänzung für eine bewusste und tiefe Atmung

Konzentration auf die Atemwege

Spüre bewusst den Weg Deines Atmens nach: in der Nase, im Rachen, im Brustkorb und im Bauch. Konzentriere Dich nacheinander auf die einzelnen Stationen des Atems. Mit dieser Übung wird die Vollatmung gefördert. Sie hat eine entspannende Wirkung.

Verhältnisatmung: 4-4-4-4

Während des Ein- und Ausatmens zählst Du jeweils bis vier. Für Fortgeschrittene: Halte die Luft zwischen der Ein- und Ausatmung und nach der Ausatmung für je vier Sekunden an. Die Sekunden können natürlich je nach Atemvolumen variiert werden. Diese Übung entspannt die Atmungsorgane.

Summ-Atmung

Atme durch die Nase tief ein, so dass sich Dein Bauch wölbt. Beim Ausatmen gibst Du einen summenden Ton von Dir. Dabei lässt Du die Luft raus, solange es Dir möglich ist. Durch die Schwingungen entspannt sich der Körper.

Atmung mit Wortwiederholung

Atme tief durch die Nase ein und ebenso langsam durch den Mund wieder aus. Sprich dabei (in Gedanken) während der Ein- und der Ausatmung ein kurzes Wort, das eine entspannende Wirkung auf Dich hat, z. B. “Ruhe” und “Frieden” oder “ruhig” und “entspannt”. Diese Übung beruhigt den Atem und eignet sich sehr gut zur Kurzentspannung.

Atmung mit Visualisierung

Atme tief in den Bauch ein und visualisiere dabei, wie heilendes Licht in Deinen Körper fließt. Beim Ausatmen stellst Du Dir vor, dass alle Belastungen, alles Hinderliche und Schädliche aus Deinem Körper abfließt. Diese Atmung vitalisiert und beruhigt gleichzeitig.

Atmung in der Bewegung

aus dem Qi-Gong: `Wecken des Qi´:  Stelle Dich schulterbreit hin. Beuge die Knie leicht (nicht durchdrücken!). Während Du langsam und ruhig einatmest, hebst Du Deine Arme (Handflächen zeigen nach unten) auf Schulterhöhe. Vorstellung: Du atmest positive Energie ein und ziehst diese zusätzlich mit den Händen aus der Erde. Bei Ausatmen senkst Du die Arme wieder. Vorstellung: Alle negative Energie gibst Du in die Erde ab (Dort wird die Negativenergie transformiert.). Diese Atmung vitalisiert und beruhigt gleichzeitig.

 

Neben solchen Atemtechniken ist ein herzlicher Lachanfall auch sehr gesund. Es werden Glückshormone ausgeschüttet und die Beweglichkeit des Zwerchfells gefördert. Bei einem ordentlichen Lachanfall wird es kräftig durchgerüttelt, der Kreislauf wird in Schwung gebracht und die Muskulatur entspannt sich.

So kannst Du durch eine tiefe bewusste Atmung Deinen Körper und Geist beruhigen und Dein Gehirn sauber halten 😊.

 

 

 

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